Unerwünschte Nebenwirkungen von “Tell-Don’t-Show”

Die Schreiberweisheit „Show Don’t Tell“ („Zeigen, nicht erzählen“) ist eigentlich ein alter Hut für Autoren – sollte man meinen. Show don’t tell macht die Geschichte dynamischer, spannender. Wirft die Leser in die Geschichte, lässt sie die Welt hautnah erleben, statt ihnen alles aus zweiter Hand vorzukauen. Wenn man stattdessen eher Tell don’t show („Erzählen statt Zeigen“) betreibt, ist das Buch bestenfalls langweilig. Bestenfalls.

Schlimmstenfalls wirkt es sich aber auch auf andere Faktoren aus: Auf die Wahrnehmung der Charaktere, das Tempo, und im Worst Case-Szenario funktioniert das Buch für den Leser nicht. Das ist mir dieses Jahr leider häufiger passiert. Ich habe mehrere Fail-Bücher abgebrochen. Es kamen mehrere Faktoren zusammen, aber ein wichtiger Punkt war, dass die Autoren Show Don’t Tell so gründlich vermasselt haben, dass die ganze Geschichten mich kaltließen.

Zeit also, noch einmal darüber zu sprechen, warum Show Don’t Tell wichtig ist, und welche unliebsamen Nebenwirkungen es haben kann, wenn man „Show“ ignoriert.Weiterlesen »

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Autorenempfehlung: Patricia Penn

Es ist Pride-Monat. Also die perfekte Gelegenheit, euch nicht nur ein Buch, sondern gleich eine ganze Autorin vorzustellen, die nicht nur großartige Geschichten schreibt (meistens, aber nicht immer, über lesbische Figuren), sondern sie auch kostenlos auf ihrer Website anbietet.

Darf ich vorstellen? Patricia Penn.

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Ich habe mit 16, 17 das erste Mal etwas von ihr gelesen. Damals waren es Harry Potter-Fanfictions, die vor allem durch exzellente Charakterisierungen und meisterhafte Actionszenen aufgefallen sind. Schon damals dachte ich: Hoffentlich schreibt die Frau auch eigene Geschichten.
Glücklicherweise tut sie genau das.Weiterlesen »

News: Lesungen und Nominierungen

Es gibt zwei wundervolle Neuigkeiten!

heimchen_cover_webNumero 1: Am 8.3. ist Weltfrauentag. Der Verlag Ohneohren zelebriert diesen Anlass gleich eine Woche lang – mit Lesungen. Live oder als Stream – ihr habt die Möglichkeit, abenteuerliche und grandiose Geschichten über starke Frauen (u.a. aus der Anthologie „Heimchen am Schwert“) zu hören. Ich selbst werde leider nicht persönlich lesen können, da mein Brotjobwechsel timingmäßig dazwischen gegrätscht ist. Meine Kurzgeschichte „Nur eine Kräuterfrau“ ist aber trotzdem dabei: Verlegerin Ingrid persönlich wird daraus lesen.

Am 8.3. ist also der Auftakt der Femtasy-Woche. Merkt euch den Termin, Ladies und Gentlemen 🙂

Los geht es um 15 Uhr mit Tina Skupin, die auf ihrer Facebookseite streamt.
Um 17 Uhr liest Ingrid Pointecker aus meiner KG „Nur eine Kräuterfrau“ – den Stream findet ihr auf der Facebookseite vom Verlag Ohneohren.
Und um 18 Uhr liest Laura Dümpelfeld aus „Mauerschatten“.

Weitere Infos und Termine findet ihr hier bei Facebook – es lohnt sich!

Numero 2: Alle Jahre wieder trudeln die Nominierungen für den Deutschen Phantastik Preis ein. Schon letztes Jahr hat sich ja einiges am Prozedere geändert. Nun ist seit ein paar Tagen die diesjährige Longlist raus. Und was steht drauf?

heldenJa, die entzündeten Äuglein sehen richtig! Die „Helden-WG“, ebenfalls aus dem Hause Ohneohren, hat es auf die Longlist der Anthologien / Kurzgeschichtensammlungen geschafft! Darin befindet sich, wie der eine oder andere vielleicht weiß, meine Kurzgeschichte „Drachentöter-Pension“ (die drei Herren feiern gerade mit viel Ruhestörung den freudigen Anlass 🙂 ).

Das freut mich natürlich außerordentlich (und über eure Stimme für diese wirklich zauberhafte Antho freue ich mich natürlich auch ;)); aber ich freue mich auch für meine nominierten Kollegen, u.a. die Autoren, die an „Absinth“ aus dem Art Skript Phantastik Verlag mitgewirkt haben, und für Markus Cremer, der mit seinem Archibald Leach noch so manch andere Long- und Shortlist unsicher macht.

Stimmt fleißig mit ab, wenn ihr mögt (das könnt ihr hier tun), oder erfreut euch einfach so an den Geschichten, die wir Autoren so auf euch loslassen 🙂

Habt einen schönen Abend!

Buchempfehlung: Rosen und Knochen

Märchenadaptionen fasse ich normalerweise eher vorsichtig an – ich kann mit den Umsetzungen nicht immer etwas anfangen. Im Drachenmond-Verlag brauche ich mir aber scheinbar keine Sorgen zu machen. Nachdem ich schon Julia Adrians Dreizehnte Fee ganz bezaubernd fand, hat mich Christian Handels Rosen und Knochen – Die Hexenwald-Chroniken schlichtweg umgehauen.

Rosen-und-Knochen-726x1030Worum geht’s?

Zwei Hexenjägerinnen ziehen unter den Decknamen Schneeweißchen und Rosenrot umher und befreien Dörfer von Hexen, Dämonen, Trollen und sonstigen Unholden. Ihr neuester Fall: Der Geist einer Hexe sucht ein Dorf heim. Geisterkinder spuken im Wald. Geschichten von einem grausigen Ereignis, das auf dem Grundstück im Hain vorgefallen ist, lassen selbst die beiden hartgesottenen Heldinnen schaudern. Der neue Fall ist eine ganz besondere Herausforderung. Denn wie beseitigt man jemanden, der schon tot ist?Weiterlesen »