Ungeziefer und andere wundersame Dinge

Endlich hat der akute Schreib-Entzug ein Ende! Seit Weihnachten habe ich kaum mehr etwas zu Papier gebracht – keine Zeit, keinen Kopf dafür. Klausuren, Umzug, Gesundheit, jede Menge andere Stressfaktoren. Aber das ist jetzt vorbei. Große Dinge stehen bevor.

heimchen_cover_webIch beende gerade den Korrekturgang für Ohneohrens Heimchen am Schwert , kämpfe mit meinem Textbearbeitungsprogramm (ja, ja, Word ist ein technischer Drache… das wäre auch mal eine Geschichten-Idee) und freue mich über Kommentare, die Verlegerin Ingrid an meinem Manuskript für „Nur eine Kräuterfrau“ angebracht hat.

Dieses Powerfrauen-Buch soll planmäßig im Sommer erscheinen. Habt ihr eigentlich das Cover schon gesehen? Ich finde es großartig, es erinnert mich immer an die Schildmaiden aus der nordischen Mythologie. Und auch ein bisschen an Eowyn. Passt also alles ganz wunderbar 🙂

Ganz frisch auch die Nachricht, dass Torsten Lows lang erwartete „Ungeziefer“-Anthologie zur Leipziger Buchmesse erscheinen wird.ungeziefer

Diese Anthologie beinhaltet eine Geschichte von mir, die mir sehr am Herzen liegt. Sie hat sich von einem kleinen, recht persönlichen Ideenschnipsel zu einer glücklicherweise etwas kohärenteren Erzählung entwickelt. Vermutlich kommt es mir genau aus diesem Grund so surreal vor, dass sie tatsächlich veröffentlicht wird – „Das vergiftete Herz“ ist schließlich eher ein Märchen als eine Horrorgeschichte, wie sie ursprünglich in der Ausschreibung gefordert wurde, aber Herausgeberin Carolin Gmyrek hat ja schon angekündigt, dass die Anthologie genremäßig überraschend vielfältig ausgefallen ist.

Auf dieses Buch bin ich so gespannt. Und nicht nur, weil ich wissen will, was sich meine Mitstreiter zu dem Thema haben einfallen lassen! Beim Anblick der Druckfahne habe ich vor Freude gequietscht und einen Happy Dance aufgeführt. Das Buch ist illustriert. Ein Appetithäppchen durfte man ja bereits beim BuCon bestaunen, schon die Werbe-Broscungeziefer1hüre konnte sich sehen lassen, und das Buch selbst wird neue optische und qualitative Maßstäbe setzen. Indes kann meine Autorenseele es kaum fassen, dass die Illustration zum „Vergifteten Herz“ (rechts zu sehen) zurzeit bei Facebook kursiert. Ich komme ja nicht einmal darauf klar, dass es überhaupt eine Illustration zu einer Geschichte von mir gibt! Noch ein surreales Gefühl. Angelika Barth, die Illustratorin, hat wirklich gezaubert und magische Dinge geschaffen. Schließlich geht es um Krabbelviecher, vor denen sich manch einer zu Recht ekelt und gruselt – das ist in der Regel das Gegenteil von ästhetisch. Aber in diesem Buch? Alles, vom Cover über die Zeichnungen bis zu der liebevollen Gestaltung der Titelseite einer jeden Geschichte, ist so hübsch geworden!

Das Buch erscheint am 17.3.2016, versendet wird nach der Buchmesse. Ihr könnt es beim Verlag Torsten Low vorbestellen.

Im Rahmen der Buchmesse gibt es auch eine entsprechende Lesung für das, was in dieser Anthologie so kreucht und fleucht. Wenn ihr also am Freitag den 18.3. in Leipzig seid, dann stattet doch der La Petite Absintherie einen Besuch ab. Ich kann leider (mal wieder 😦 ) nicht dabei sein, wäre es aber. Lauschet für mich mit 🙂

Des weiteren habe ich die vergangene Woche in Berlin gebracht. Die Woche war anstrengend, es gab kaum Atempausen, aber mein fieser Biorythmus und die blöde Angewohnheit meines Körpers, jeden Morgen ungefragt um 6:47 aufzuwachen, haben es mir erlaubt, mich früh genug tagfertig zu machen und in mein Notizbuch zu kritzeln, während meine Mitbewohner sich um die einzige Dusche rangelten. Und jetzt beheimatet besagtes Notizbuch Ideen für neue Kurzgeschichten und ein Romanprojekt, bei dem die gute Moira Bran ihre Finger im Spiel haben könnte. Möglicherweise. Jedenfalls habe ich zwei Ausschreibungen im Auge, für die eine muss ich mich ranhalten, um die Deadline zu schaffen. Und das Beste: Da ich ab nächste Woche nicht mehr pendeln muss, kann ich mich tatsächlich frisch ans Werk setzen!

Denn, meine Damen und Herren, der Waldschrat ist wieder dort, wo er hingehört. Ich kehre dem Ruhrgebiet den Rücken – nicht komplett, ich werde immer noch oft genug dort sein. Aber ich wohne wieder an einem Ort statt an zweien, was ungefähr alles in meinem Leben einfacher macht. Auch das Schreiben, und das Kreativ-Sein, das einfach nicht so gut funktioniert, wenn man nie zur Ruhe kommt. Jetzt wohne ich wieder am Rand des Waldes, in dem der Löwenanteil meiner Geschichten entsteht. Juhu!

Nun denn, auf geht’s!

 

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Ein Gedanke zu “Ungeziefer und andere wundersame Dinge

  1. Das ist ja wirklich eine starke Illustration zu Deiner Geschichte. Fast als Tattoo geeignet :-), Schön für Dich, dass Du nicht mehr pendeln musst. Alles Gute, D.

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